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Die Weichen sind gestellt – Erstes Projekt in der LEADER-Region Zülpicher Börde bewilligt

09.11.2017


„Die Weichen sind gestellt“, sagte Guido Forst, Dezernent der Bezirksregierung Köln. Und somit können die Grünzüge endlich „losrollen“. Freudig übergab er dem Projektträger Christoph Hartmann das so lang herbeigesehnte „Päckchen“, wie Forst es bezeichnete. Darin: Kein Glänzen, kein Funkeln, lediglich ein Stück Papier, aber eines mit viel Wert. Denn durch die Übergabe des Bewilligungsbescheides kann das LEADER-Projekt „Rheinisches Zentrum für Gartenkultur“ endlich umgesetzt und gefördert werden. Rund eine Viertel Millionen Euro kostet das Gesamtpaket, über 150.000 Euro davon werden mithilfe von EU-Fördergeldern durch LEADER finanziert.

Und in dem Paket ist vermutlich alles enthalten, das nötig wäre, um die Zülpicher Börde einmal so richtig aufblühen zu lassen: Einerseits Seminare und Veranstaltungen zum Thema „Gartenbewirtschaftung“, andererseits drei große Mustergärten, die der Bevölkerung Anregungen für die eigene Gestaltung liefern sollen. Ein Standort eines solchen Gartens ist zum Beispiel unmittelbar neben dem Standesamt in Weilerswist. „Dort entsteht ein Hochzeitsgarten, in dem gleich nach der Trauung Fotos gemacht werden können“, erläutert unser Regionalmanager Peter Wackers. Ein zweiter Mustergarten entsteht am Umweltzentrum Friesheimer Busch in Erftstadt, der dritte und größte inmitten des Seeparks Zülpich. Das Projekt soll bis zum 30. September 2020 laufen.

Hintergrund des Projekts ist die zunehmende Versiegelung der Vorgärten. „Mittlerweile sieht man leider überall Kieselsteine statt Blumen“, meinte Wackers. Also soll durch die Mustergärten sowie weitere Aktionen versucht werden, ortstypische Pflanzen wieder vor die Häuser zu bringen. „Sie waren ja mal da, sie werden bloß wieder zurückgeholt“, so unser Regionalmanager. Dabei halte sich der Pflegeaufwand in Grenzen.

Für die LAG ist das „Rheinische Zentrum für Gartenkultur“ derweil nicht nur ein Schritt auf dem Pfad der Nachhaltigkeit, sondern auch eine Premiere. Denn es ist das erste Projekt, das die LEADER-Region Zülpicher Börde auf den Weg bringt, um die Region zu fördern. „Ein sehr erfreulicher Tag“, resümierte unser Vorsitzender Albert Bergmann.

Wer sich nun auf die Suche nach den bunten Blumenwiesen begeben will, der würde jedoch momentan noch enttäuscht. „Die Gartenbepflanzung wird natürlich ins Frühjahr verlegt“, erklärte Projektträger Christoph Hartmann, Geschäftsführer der „Landesgartenschau Zülpich 2014 GmbH“. Und auch was genau dann in den Mustergärten blüht, liegt gedanklich noch unter etwas Erde vergraben. Ein Plan bestehe zwar, aber die Auswahl der Pflanzen kann sich immer noch ändern. Und wer weiß? Vielleicht stehen dann schon im nächsten Sommer viele neue Blumen in den Vorgärten der Zülpicher Börde. Und diese blühen bekanntlich ja weitaus schöner als graue Kieselsteine.