©Stadt Zülpich
Sommer in der Zülpicher Börde
Sommer in der Zülpicher Börde
previous arrow
next arrow

Wasser in der Bördelandschaft: Ausstellung zeigt Vielfalt und Besonderheiten

08.08.2022



Vom 8. bis zum 29. August ist die Ausstellung „Wasser in der Bördelandschaft“ in den Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur zu sehen. Die im Rahmen des LEADER-Projekts Wassernetz Börde erarbeitete Ausstellung vermittelt entlang der Arbeit des Erftverbandes die Vielfalt und Besonderheiten des Themas Wasser in der Zülpicher Börde. Anfang September wird sie auch auf den Regionalen Wassertagen des Projekts am Hochwasserrückhaltebecken in Erftstadt-Niederberg gezeigt.

 

Wasser ist Leben und die wertvollste Ressource auf unserem Planeten. So bestehen nicht nur große Teile unseres Körpers aus Wasser, Wasser bedeckt zugleich zwei Drittel der Erde und ist lebensnotwendig für Pflanzen, Tiere und Menschen. Prognosen deuten darauf hin, dass der globale Wasserbedarf bis zum Jahr 2050 um 55 Prozent steigen wird. Das zeigt, welche Bedeutung die Ressource Wasser in Zukunft haben wird. So ist qualitativ hochwertiges Wasser vielerorts heute schon zu einem knappen Gut geworden. Vor diesem Hintergrund gilt es, den Wert des Wassers zu erkennen und Wasserrisiken zu minimieren.

 

Ein Fokus liegt auf Hochwasserschutz und Renaturierung

 

Die Ausstellung „Wasser in der Bördelandschaft“ veranschaulicht dies am Beispiel einer landwirtschaftlich geprägten Landschaft wie der Zülpicher Börde. Sie liefert spannende Informationen zu den Themen Grundwasser, Abwasser, Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz. Dabei geht sie auch auf das katastrophale Hochwasserereignis vom Juli 2021 ein und verdeutlicht nochmals, welche Zerstörungskraft heftige Niederschläge und die daraus resultierenden, wild abfließenden Wassermassen entwickeln können und welche Auswirkungen dies gerade in dicht besiedelten und teilweise stark versiegelten Bereichen mit sich bringen kann. Sie unterstreicht die Herausforderungen, vor denen wir diesbezüglich stehen, und betont, warum es wichtig ist, aus den Erfahrungen vergangener Hochwasserereignisse zu lernen und die Hochwasservorsorge stetig weiterzuentwickeln.

 

Auch das Thema Renaturierung ist Teil der Ausstellung, denn die Erft und ihre Nebenflüsse unterliegen seit Jahrhunderten sich wandelnden wasserwirtschaftlichen Nutzungen und Belastungen. Das führte vielerorts zu einer ökologischen „Verarmung“ und einem Rückgang der Artenvielfalt. Zudem versperren Wehre und Stauanlagen den Wasserbewohnern – zum Beispiel Fischen – den Weg zwischen Flussmündung und Quelle. Um dem entgegenzuwirken, ist eine naturnahe Umgestaltung der Gewässer erforderlich, ganz im Sinne der im Jahr 2000 in Kraft getretenen Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

 

Zahlreiche, vom Erftverband durchgeführte Renaturierungsprojekte tragen dazu bei, den Gewässern wieder mehr Raum zu geben und ihren natürlichen Verlauf wiederzubeleben. Näheres dazu und zu anderen Wasserthemen erfahren Sie in der Ausstellung, die dabei auch Fragen der Gewässergüte und des Klimawandel aufgreift. Mehr zur Ausstellung und zum Projekt „Wassernetz Börde“ finden Sie auf der Website http://wassernetzboerde.erftverband.de sowie in Facebook und Instagram. Oder aber Sie besuchen uns auf den Regionalen Wassertagen am 3. und 4. September am Hochwasserrückhaltebecken in Erftstadt-Niederberg (siehe auch dazu Informationen auf der Website).

 

Mehr Informationen zu den Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur unter
https://www.roemerthermen-zuelpich.de/
Pressekontakt: Manfred Kasper, Büro für Journalismus und PR Köln,
kasper@kasper-pr.de oder (0175) 24 44 184

 

Bildquelle: Ronja Thiemann, Erftverband