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Wie geht es in LEADER weiter und was wird sich zukünftig ändern? – LAG Zülpicher Börde bei Dienstbesprechung im MULNV

25.02.2019


Nach knapp 1,5 Jahren stand eine erneute Dienstbesprechung im MULNV (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) an.

Nach der Begrüßung durch das Ministerium legten die verschiedenen Institutionen (MULNV, Bewilligungsbehörden, Landesarbeitsgemeinschaft der LAEDER- und Vitalregionen und die Regionalmanagements) ihre jeweilige Sicht der Dinge dar. Zwar wurden beiderseits Gemeinsam- und Notwendigkeiten erkannt,  LEADER zusammen weiter zu entwickeln, jedoch gab es beim Thema „Entbürokratisierung“ unterschiedliche Wahrnehmungen. Die getroffenen kleineren Maßnahmen gehen den Regionalmanagements nicht weit genug, da die Projektträger an der Basis weiterhin mit der ein oder anderen Hürde zu kämpfen haben. Einig war man sich jedoch darüber, im konstruktiven Miteinander weiter an Lösungen zu arbeiten und nach einer langen Anlaufphase, zum jetzigen Zeitpunkt bereits erste Erfolge vorweisen zu können.

In den Kanon der positiven Entwicklung konnte auch die LAG Zülpicher Börde mit einstimmen, da diese als nahezu eine der einzigen „kleinen“ LAEDER-Regionen in NRW mit nur 1,79 Millionen Euro Projektmitteln auf den vorderen Plätzen in NRW rangiert. Unsere stellvertretende LAG-Vorsitzenden Carla Neiße-Hommelsheim zeigte sich mit Blick auf den NRW-weiten Vergleich zufrieden: „Das wir als LAEDER-Region Zülpicher Börde, trotz unserer kleinen Gebietskulisse, bereits auf einem guten einstelligen Tabellenplatz rangieren, was die absoluten Zahlen der gebundenen Projektmittel anbelangt, ist eine tolle Leistung. Dies bestärkt uns, dass der nun eingeschlagene Weg der letzten 1,5 Jahre bereits zahlreiche Früchte trägt und weitergegangen werden muss.“

Erfreulich war auch die Evaluation des LEADER-Prozesses durch Herrn Pollermann vom Thünen-Institut. Eine gute Rücklaufquote der befragten Regionalmanagements, Projektträger und LAG-Mitglieder lies einige Informationen zur Wahrnehmung von LEADER zu. Das kurze Fazit: Mit der Arbeit der Regionalmanagements waren die Akteure in NRW bis auf wenige Ausnahmen zufrieden und die Themen „Einbindung der Wirtschaft“ und „Öffentlichkeitsarbeit“ waren tendenziell eher die Sorgenkinder der einzelnen Regionen.

Eine Antwort auf die Frage: Wie geht es in LEADER weiter? gab es leider zum jetzigen Zeitpunkt nicht und das obwohl im Jahr 2020 bereits mit der konkreten Vorbereitung der neuen Förderperiode begonnen werden soll. Der Einfluss der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik) und des Brexits auf die Ausstattung der einzelnen Bundesländer mit EU-Mittel bleibt somit abzuwarten. Eins ist jedoch bereits jetzt klar. LEADER geht weiter und dass auch in NRW.