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Sommer in der Zülpicher Börde
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Das ehemalige LEADER-Projekt „Ferien zu Hause“ geht im Friesheimer Busch in die zehnte Runde!

11.08.2026


Glückliche Gesichter nach einem interessanten Austausch bei leckeren Reibekuchen, darunter Dino Steuer, Bürgermeister der Gemeinde Weilerswist (hintere Reihe, fünfter von links im Bild) und Dirk Schulz, Technischer Beigeordneter der Stadt Erftstadt (rechts im Bild) (Quelle: Umweltnetzwerk Erftstadt e.V.).

 

Pünktlich zum Mittagessen luden die Katholische Kirchengemeinde Erftstadt-Börde, das Umweltnetzwerk Erftstadt e.V. und die Katholische Jugendagentur Köln am 06.08.2026 im Rahmen des Ferienprogrammes „Ferien zu Hause“ zum gemeinsamen Reibekuchen-Essen ein, um die zehnten Ferienmaßnahme, des ehemaligen LEADER-Projektes „Ferien zu Hause“, im Friesheimer Busch zu feiern. Natürlich kamen dabei zunächst die rund 40 anwesenden Ferienkinder an die Reihe, die bereits einen aufregenden Vormittag voll mit Spielen, Kettcar-Fahren und T-Shirt batiken hinter sich hatten!

 

In gemütlicher Runde berichteten die Vorsitzende der LAG Zülpicher Börde e.V. sowie des Umweltnetzwerk Erftstadt e.V., Carla Neisse-Hommelsheim, und Hans-Hubert Keller, der damalige Projektverantwortliche des ehemaligen LEADER-Projektes, von den Anfängen der Ferienmaßnahme oder den größten Herausforderungen, wie der COVID-19 Pandemie oder der Flutkatastrophe, mit welchen sie in den letzten neun Jahren konfrontiert wurden. Nicht zu kurz kamen allerdings auch die ganzen Highlights und die Erfolge der gesamten Zeit – an erster Stelle die Tatsache, dass mittlerweile bereits rund 800 Kinder durch „Ferien zu Hause“ ihre Ferien im Friesheimer Busch verbringen konnten. Obwohl nicht immer alles einfach war, standen der Ferienspaß der Kinder und das Entlasten ihrer Eltern in den Ferien für die zahlreichen ehrenamtlichen Helfenden immer an erster Stelle. Dies verdeutlichen auch die Worte von Carla Neisse-Hommelsheim, die selbst immer tatkräftig vor Ort dabei ist: „Wenn um 17:00 Uhr die Kinder abgeholt werden, sind sie satt, dreckig, müde und glücklich. Dann zu Hause durch die Waschstraße und freiwillig ins Bett mit Freude auf den nächsten Tag.“

 

Im Vordergrund des Ferienprogramms steht dabei vor allem die eigne Heimat auf spielerisch-neugierige Art unter dem Motto „Unsere Dörfer und die Umgebung neu entdecken, erleben, erobern“ nochmal ganz anders kennenzulernen. Vom Bau eines Hochsitzes gemeinsam mit Jägern des Hegerings über das Spielen im Bach nebenan hin zu Workshops mit Imker:innen oder der Freiwilligen Feuerwehr ist alles dabei. Dieses Mitwirken von den zahlreichen und vielseitigen Ehrenamtler:innen, ist genau das, was das Projekt für den ehemaligen Projektleiter Hans-Hubert Keller schon immer besonders gemacht hat: Das Engagement, der Zusammenhalt und die Begeisterungsfähigkeit von Erwachsenen sich für die Kinder der Region einzusetzen, um ihnen besondere Ferien zu gestalten – sei es eine berufstätige Mutter, die ihren Alltag so arrangiert, dass sie zusätzlich im Küchenteam das Mittagessen für die Ferienkinder zubereitet oder der Landwirt aus dem Nachbarort Erp, der so begeistert von der Maßnahme ist, dass er die Lebensmittel seines Hofes, welche für die Verpflegung der Kinder benötigt werden, spendet.

 

Die Kunstwerke der Kinder vom T-Shirt-Batiken am Vormittag (Quelle: LAG Zülpicher Börde e.V.).

Obwohl bei „Ferien zu Hause“ im Vergleich zu anderen Ferienprogrammen keine großen Ausflüge in Freizeitparks oder Zoos auf der Agenda stehen, bleiben die gewonnen Eindrücke und die geschaffenen Erinnerungen den Kindern so nachhaltig positiv in den Köpfen, dass wir beim Mittagessen einen der freiwilligen Jugendbetreuer kennenlernen durften, der im Jahr 2018 bei der ersten Ferienmaßnahme von „Ferien zu Hause“ seine Ferien im Friesheimer Busch verbringen durfte und so begeistert davon war, dass er nun, da er alt genug dafür ist, das erste Mal im Team der Ehrenamtler:innen dabei ist.

 

Die ursprünglich als LEADER-Projekt der LEADER-Region Zülpicher Börde geförderte Maßnahme lief über den Zeitraum von Januar 2018 bis Dezember 2020 in allen Kommunen der Zülpicher Börde, wobei nicht nur sieben „Ferien zu Hause-Camps“ für rund 650 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahre durchgeführt, sondern auch zahlreiche ehrenamtliche Freiwillige pädagogisch für die Betreuung aus- und fortgebildet wurden. Zu diesem Zweck wurde das Projekt mit einer Summe von 118.253,03 € durch landes- und EU-Mittel im Rahmen von LEADER gefördert. Ein Kernziel stellte dabei die Sicherstellung der Nachhaltigkeit des Projektes – auch über den Förderzeitraum hinaus – dar. Dass dieses Ziel insbesondere im Friesheimer Busch erreicht werden konnte, bewies die Geräuschkulisse während des Mittagessens vor Ort, welche vor allem von lautem Kinderlachen und Musik geprägt war!