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Auftakt des Projekts „Bienen für die Börde“ trotzt dem Wetter

11.02.2020


Auch in stürmischen Zeiten lässt es sich die LAG Zülpicher Börde nicht nehmen, neue Projekte ans Laufen zu bringen. So startete am 10.02. „Bienen für die Börde“ als drittgrößtes Projekt der LEADER-Region Zülpicher Börde. Das Projekt zielt darauf ab, das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung der Insekten innerhalb der Nahrungsmittelproduktion zu schärfen, um somit dem Insektensterben entgegen zu wirken. Dafür wird an bestehende Strukturen im Umwelt- und Naturparkzentrum, Friesheimer Busch in Erftstadt angeknüpft. Hier befindet sich bereit ein Lehrbienenstand, der vom Imkerverein Erftstadt erfolgreich betrieben wird. Zusätzlich zur Umweltbildung der heimischen Insekten sollen die Imker in Zukunft die Möglichkeit haben, ihren Honig in einem neu geschaffenen Raum, gemäß der EU-Verordnungen, selbst zu schleudern. Somit können die Imker Honig wie auch Wachs und weitere Produkte unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben produzieren. „Mit den Geldern von der EU und dem Land Nordrhein-Westfalen werden größtenteils Hobbyimker nachhaltig für die kommenden Jahrzehnte in der gesamten Region der Börde gestärkt“, so Peter Wackers (Regionalmanager, Geschäftsführer LAG Zülpicher Börde). Erste Arbeiten sollen bereits in diesem Monat starten, da das Ziel verfolgt wird, Ende dieses Jahres das Gebäude fertig zu stellen. Neben einem Schleuderraum werden zusätzliche Räumlichkeiten für Weiterbildungsmaßnahmen und ein neuer Sanitärbereich im Rahmen der Baumaßnahmen geschaffen. Die Stadt Erftstadt ist, nach der techn. Beigeordneten, Monika Hallstein „begeistert vom Projekt und Engagement“ und fördert dieses mit einem Anteil von 59.000€. Das Umweltzentrum Erftstadt e.V. übernimmt als Projektträger, bei dem Projekt einen Eigenanteil von ca. 16.500€ die restlichen 65% übernimmt die LEADER Förderung mit über 140.000€. Carla Neisse-Hommelsheim (Vorsitzende der LAG Zülpicher Börde und Vorsitzende des Umweltnetzwerk Erftstadt) blickt voller Zuversicht in die Zukunft und hofft mit dem Projekt auf eine „Marktentwicklung der Region, um weitere Produkte unter dem Label der Zülpicher Börde anzutreiben“. Nach Neisse-Hommelsheim kann die „Imkerei, durch das Projekt von A bis Z erlebbar gemacht werden“.
Die Honigbiene ist mit ihren Honig- und Wachsprodukten zentrales Thema des Projektes, aber auch die heimischen Wildinsektenarten sind für Pflanzenbestäubung und -wachstum zentral. Die Honigbiene dient damit als Zugang zu einem Interesse an dem Artenreichtum in Flora und Fauna der Börde und soll den Fokus auf weitere Insekten erweitern. So können andere LEADER-Projekte, wie beispielsweise „Ferien zu Hause“ das Bildungsangebot des Projektes nutzen. Projekte können erfolgreich verknüpft werden, um voneinander zu profitieren. Mehr und mehr entsteht so eine LEADER-Region die zusammen arbeitet und damit die Region nachhaltig stärkt.

 

Die beteiligten Akteure freuen sich über den Projektbeginn und die nachhaltige Förderung der Bienen in der Zülpicher Börde.