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Europa wird durch gutes Zusammenspiel vieler Akteure sichtbar

27.05.2019


Weilerswister Hochzeitsgarten wurde eröffnet – Ein „Liebesherz“ als Überraschung

 

Wer sich in Weilerswist das Ja-Wort geben möchte, kann dies künftig auch im Freien tun. Mit der Eröffnung des Hochzeitsgartens am vergangenen Samstag besteht jetzt erstmals in der Gemeinde Weilerswist die Möglichkeit einer Freiluft-Trauung in einem wunderschönen, von heimischen Stauden und Sträuchern umrahmten Ambiente. Im Sommer bieten Bäume zudem ausreichend Schatten für die Hochzeitsgäste.
Die Eröffnung des Weilerswister Hochzeitsgartens – ein Projekt der LEADER Region Zülpicher Börde – wurde am Samstag zünftig gefeiert. Und – wer hätte das noch ein paar Tage zuvor gedacht, bei herrlichem Sonnenschein. Der Schulchor des Grundschulverbunds Weilerswist und Metternich hieß die Gäste mit seinem Eröffnungslied willkommen.

Bürgermeisterin Anna-Katharina Horst begrüßte neben den zahlreich erschienenen Gästen ganz besonders auch die Personen, die an der Umsetzung des LEADER-Projekts Hochzeitsgarten beteiligt waren und ebenfalls zum guten Gelingen der Eröffnungsfeier an diesem Tag beitrugen. LEADER-Regionalmanager Peter Wackers ging in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Europäischen Union für die Entwicklung des ländlichen Raums und die auch seitens der EU geförderten LEADER-Projekte ein. Dabei stellte er in den Vordergrund, dass mit dem EU-Förderprogramm LEADER jeder Bürger in der Zülpicher Börde die Möglichkeit hat – mit Landes- und EU-Mittel – innovative Projektideen vor Ort umzusetzen und damit Europa und seine eigene Heimat aktiv mitzugestalten.

 

Regionalmanager Peter Wackers sprach über die Bedeutung und Mehrwerte durch die Europäische Gemeinschaft und die Chance für Bürgerinnen und Bürger über das EU-Förderprogramm LEADER innovative Projektideen vor Ort zu verwirklichen. Es folgten dem Vortrag Julia Schneider (LAG Zülpicher Börde) (v.l.), Thomas Hellingrath (Seepark gGmbH), Wolfgang Curt (Garten- und Landschaftsbau Curt), Andreas Molter (DVV).

 

Wie die am Bug zerschellende Flasche bei der Schiffstaufe gehörte natürlich auch zur Eröffnung des Hochzeitsgartens ein typisches Prozedere zur offiziellen Übergabe. Und was hätte da besser gepasst, als den frisch gepflanzten Stauden und Sträuchern mit einer ordentlichen Portion Wasser aus den Gießkannen ein gutes Anwachsen zu ermöglichen.

 

Zur Eröffnung wurde der Hochzeitsgarten gut gewässert von Thomas Hellingrath (v.l.), Peter Wackers, Paul Nußbaum, Bürgermeisterin Anna-Katharina Horst.

 

Eine besondere Überraschung für den Hochzeitsgarten hatte sich der Dorfverschönerungsverein Weilerswist einfallen lassen. Gemeinsam mit Heinrich Weiler von der gleichnamigen Metallbaufirma aus Weilerswist stifteten sie ein „Liebesherz“. „Hier können Hochzeitspaare, so wie auf der Hohenzollernbrücke, ihre Liebesschlösser anbringen“, erklärte DVV-Vorsitzender Andreas Molter. Er stellte auch gleich den Künstler vor, der dieses „Liebesherz“ für den Hochzeitgarten gefertigt hatte.
Markus Weiler hatte diesen Entwurf als freie Arbeit seiner Meisterprüfung verfasst. Als Andreas Molter bei Heinrich Weiler nach der Herstellung eines „Liebesherzes“ nachfragte, fiel dem natürlich sofort die Meisterarbeit seines Sohnes ein. Und so fertigte Markus Weiler sein Meisterstück noch einmal für den Weilerswister Hochzeitsgarten an.

 

Markus Weiler (r.) hatte das „Liebesherz“ nach seinem Meisterstück erstellt. Heinrich Weiler (l.) und Andreas Molter spendeten das Herz für den Weilerswister Hochzeitsgarten.

 

Thomas Hellingrath, Projektleiter des LEADER-Projekts „Rheinisches Zentrum für Gartenkultur“, zu dem auch der Weilerswister Hochzeitsgarten gehört, bot gemeinsam mit Wolfgang Curt von der ausführenden Garten- und Landschaftsbaufirma Führungen an, die sich regen Interesses erfreuten. Hier konnten sich Gartenfreunde Tipps zur Gestaltung ihres heimischen Gartens holen und wurden darüber informiert, wie wichtig die Anpflanzung heimischer Pflanzen vor allem für die hier lebenden Vögel und Insekten sind.
Denn der Weilerswister Hochzeitsgarten ist eine von vier Mustergartenflächen, die in der LEADER Region Zülpicher umgesetzt wurden. Hier werden regionaltypische Gartengestaltungen mit wertvollen Anregungen für die Besucher präsentiert. Damit soll unter anderem auch der zunehmende „Verstädterung“ der Vorgärten entgegengewirkt und Alternativen zu vermeintlich pflegeleichten versiegelten Flächen aufgezeigt werden.
Auch die von Thomas Hellingrath angebotene Gartenberatung wurde von den Besuchern gerne angenommen so wie der Vortrag des Landschaftsarchitekten Noel Besgen zum Thema „Familienfreundlicher Garten“. Während der Dorfverschönerungsverein Weilerswist für das leibliche Wohl der Besucher mit Grillwürstchen und kalten Getränken sorgte, unterhielten am Nachmittag jugendliche Sänger des LEADER-Projekts „Off Beat“ die Gäste. Viel Applaus gab es hier vor allem für die stimmlich außergewöhnlichen Solisten sowie für die Spontanität der jungen Sängerinnen und Sänger, die eines der Lieder noch am selben Tag einstudiert hatten und zum ersten Mal darboten.
Der Shanty Chor „Blaue Jungs“ aus Weilerswist bildete mit seinen Liedern von Küste und Meer den Abschluss der Veranstaltung. Da ließ es sich auch Bürgermeisterin Horst nicht nehmen, einen der Shantys mit den sangesfreudigen Herren anzustimmen.