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Gegen das Insektensterben – „Rheinisches Zentrum für Gartenkultur“ unterstützt Stadt Zülpich bei insektenfreundlichen Blühstreifen

12.03.2019


Gemeinsam mit dem LEADER-Projekt „Rheinisches Zentrum für Gartenkultur“ setzt sich die Stadt Zülpich mit dem Pilotprojekt „Bienenfreundliche Vorgärten und Blühflächen“aktiv gegen das Insektensterben und für eine regionaltypische, lebendingen Vorgarten in der Römerstadt ein. Parallelen entstehen dadurch vor allem zum Projekt „Bienen für die Börde“.

 

Jetzt wurden im Stadtgebiet insgesamt sechs Flächen mit einer Gesamtgröße von mehr als 6.200 Quadratmetern für die Neuanlage von insektenfreundlichen Blühstreifen ausgewählt. Darüber hinaus plant die Stadt Zülpich eine Gestaltungsregelung für zukünftige Vorgärten, die nur einen minimalen Einsatz von Schotter oder Kies zulassen soll. Dadurch soll die Insekten- und Tierwelt in Zülpich nachhaltig gestärkt werden und der dorftypische Charakter der Vorgärten erhalten bleiben.

 

© Seepark Zülpich / Thomas Hellingrath

„Das Insektensterben ist schon lange ein großes Thema und betrifft selbst unsere schöne Römerstadt. Die Idee zu den insektenfreundlichen Blühstreifen entstammt dem Ausschuss für Struktur und Nachhaltigkeit im Rat der Stadt Zülpich. Das Amt für Liegenschaften und der Bauhof der Stadt Zülpich haben zusammen mit dem `Rheinischen Zentrum für Gartenkultur´ mögliche Blühflächen in der Kernstadt und den Ortschaften wie etwa entlang der Stadtmauer oder im Bereich der Bonner Straße sondiert“, sagt Bürgermeister Ulf Hürtgen.

 

 

Die fachliche Begleitung sowie die Planung der einzelnen Pflegeschritte von der Einsaat ein- und mehrjähriger Blumenmischungen bis zur Mahd erfolgt über das „Rheinische Zentrum für Gartenkultur“. Dieses EU-Förderprojekt der LEADER-Region „Zülpicher Börde“ ist im Seepark Zülpich beheimatet und hat sich unter anderem der Erhaltung, Pflege und Entwicklung der regionalen Gartenkultur verschrieben.

 

Doch die Stadt Zülpich geht noch einen Schritt weiter: Vorgärten in zukünftigen Neubaugebieten sollen gärtnerisch gestaltet werden müssen. Dies bedeutet unter anderem, dass maximal 15 Prozent der Vorgartenfläche mit Kies oder Schotter bedeckt sein dürfen, wobei Zufahrten und Wege davon ausgenommen sind.

 

Diese Bestimmung soll demnächst für alle Zülpicher Neubaugebiete gelten. Um den Häuslebauern die insektenfreundliche Gestaltung ihres Vorgartens zu erleichtern wird in Kooperation mit dem „Rheinischen Zentrum für Gartenkultur“ eine fachliche Beratung angeboten. Jeder Hausbesitzer in der LEADER-Region „Zülpicher Börde“ hat die Möglichkeit, sich zur bienenfreundlichen Bepflanzung beraten zu lassen. Zudem entstehen im Seepark Zülpich im Rahmen des „Rheinischen Zentrums für Gartenkultur“ derzeit sechs Musterbeispiele für attraktive und trotzdem pflegeleichte Vorgärten.

 

Für einen insekten- und vogelfreundlichen Vorgarten stehen jedem Hauseigentümer eine große Auswahl wunderschöner Blumen und Pflanzen von der Staude über Bodendeckern bis zu immergrünen Gehölzen zur Verfügung. Ob eher die anspruchslose und dennoch wunderschöne Golderdbeere, die elegante Sterndolde oder die beliebte Aster zum jeweiligen Vorgarten passen, kann Thomas Hellingrath, Projektleiter „Rheinisches Zentrum für Gartenkultur, fachkundig beantworten.

 

© Seepark Zülpich / Thomas Hellingrath

„Fachgerecht angelegte Vorgärten mit blütenreichen Stauden sind nicht nur eine attraktive Visitenkarte für das Haus, sondern benötigen auf Dauer sogar weniger Pflege als eine Steinwüste. Denn wenn sich in einem Schotter-Vorgarten unerwünschte Pflanzen wie Löwenzahn angesiedelt haben, dann wird man diese nur durch den Einsatz verbotener Herbizide wieder los. Das wiederum schadet der Umwelt und fördert das Insekten- und Vogelsterben“, so Thomas Hellingrath.

 

Die nächste Beratung im „Rheinisches Zentrum für Gartenkultur“ findet am Sonntag, 14. April 2019 von 11 bis 13 Uhr im Gartenpavillon des Seepark Zülpich während der Saisoneröffnung „Frühlingserwachen“ statt. Die Beratung ist kostenfrei, es ist lediglich der Eintritt in den Seepark Zülpich zu entrichten. Interessierte melden sich vorab unter der Telefonnummer 02252-52214 für eine Beratung an.

(Quelle: Seepark Zülpich)