previous arrow
next arrow
Slider

LEADER-Projekt „BUNT“ unterstützt bei der Wohnungssuche

21.10.2019


Das LEADER-Projekt BUNT hat jetzt, gemeinsam mit der Stadt, der evangelischen und katholischenKirche und dem Runden Tisch Flüchtlingshilfe Zülpich sowie der „Aktion Neue Nachbarn“ der Caritas
Euskirchen, erstmals eine zweitägige Schulung für Geflüchtete und Neuzugewanderte mit
Bleibeperspektive in der Römerstadt angeboten, die bei der Suche nach einer eigenen Wohnung helfen
soll.

 

Rund 25 Männer und Frauen mit Fluchthintergrund waren der Einladung zum „Mieterführerschein“ in
die Bürgerbegegnungsstätte Martinskirche gefolgt. BUNT-Fachkraft Lydia Honecker und Caritas-
Mitarbeiter Peter Müller-Gewiss von der „Aktion Neue Nachbarn“ hatten Themen und Informationen
aufbereitet, die für Geflüchtete hilfreich bei der Wohnungssuche sein können.

 

Caritas-Mitarbeiter Peter Müller-Gewiss (r.) und BUNT-Fachkraft Lydia Honecker (nicht im Bild) hatten Themen und Informationen aufbereitet, die für Geflüchtete bei der Wohnungssuche hilfreich sein können. Foto: Caritas | Carsten Düppengießer

 

Unterstützt wurden sie dabei durch Annette Jülich-Meiser von der Stadtverwaltung. Die Schirmherrschaft über die
Veranstaltung hatte Zülpichs Bürgermeister Ulf Hürtgen übernommen. Die Stadt Zülpich hatte auch die
Einladung der Geflüchteten übernommen und die Räume der Bürgerbegegnungsstätte zur Verfügung
gestellt.

„Neben Spracherwerb und Job- beziehungsweise Ausbildungsplatzsuche ist die eigene Wohnung ein
weiterer wichtiger Baustein für die gelingende Integration“, so Honecker. In Gesprächen mit der
Stadtverwaltung und den Kooperationspartnern des LEADER-Projektes wurde klar, dass hier ein Bedarf
besteht. „BUNT will Menschen in der Stadt Zülpich unter anderem dabei unterstützen, hier heimisch zu
werden“, erklärt Honecker.

 

„Wir wollten bewusst ein breites Spektrum an Themen abdecken – angefangen bei der Erklärung der
Abkürzungen in Wohnungsanzeigen, dem richtigen Lesen und Verstehen von Mietverträgen und
Nebenkostenabrechnungen, den Unterstützungsmöglichkeiten für Leistungsbezieher bis hin zu
Hausordnung, Ruhezeiten und Mülltrennung“, betont Müller-Gewiss.

 

„Um den Teilnehmenden das Verstehen zu erleichtern und damit sie das Gehörte selbständig weiter
praktisch nutzen können, haben wir eigens Arbeitsmappen zusammengestellt, mit Informations- und
Arbeitsblättern in leicht verständlicher Sprache“, erläutert Honecker. Sie war es auch, die gemeinsam
mit ihrem Kollegen Müller-Gewiss die beiden Termine gestaltete. Während ihres Vortrags ließen die
beiden immer wieder Raum für Nachfragen und banden die Anwesenden mit kleinen Rollenspielen und
Aufgaben mit ein. Ergänzt wurde die Schulung um Aspekte, wie etwa den richtigen Umgang mit
Energie und Energiekosten.

 

Zum Abschluss erhielt jeder Teilnehmer ein Zertifikat über den erworbenen „Mieterführerschein“. „Das
Zertifikat kann den Bewerbungsunterlagen für eine Wohnung beigegeben werden. Wir erhoffen uns
davon, dass es hilft, mögliche Vorbehalte und Verunsicherungen bei potenziellen Vermietern
abzubauen“, so Honecker. Man sei sich bewusst, dass man hier nur unterstützend tätig sein könne. „In
Deutschland fehlen aktuell, nach Angaben des Deutschen Caritasverbandes, rund 1 Million Wohnungen.
Wohnungen vermieten oder bauen können wir nicht, aber jeder Schritt hilft.“

 

Rund 25 Männer und Frauen mit Fluchthintergrund waren der Einladung zum Mieterführerschein in die Bürgerbegegnungsstätte Martinskirche gefolgt. Foto: Caritas | Carsten Düppengießer