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Mehr Grün statt Grau in den Vorgärten der Zülpicher Börde

27.02.2020


Rheinisches Zentrum für Gartenkultur mit frischen Initiativen in 2020.

 

Am Aschermittwoch ist alles vorbei – nur die Gartenkultur in der Zülpicher Börde nicht, die blüht jetzt erst richtig auf. Das Projekt „Rheinisches Zentrum für Gartenkultur“ möchte auf Missstände der heimischen Vorgärten in der Region aufmerksam machen. Die unattraktive Gestaltung vieler Vorgärten ist Bewohnern und Besuchern ein Dorn im Auge. Aber auch den heimischen Insekten fehlt es an wichtigem Lebensraum. Eine lebendige Bepflanzung der Vorgärten hat nicht nur Vorteile für Insekten, sondern auch für die Bewohner der Häuser. So erhöht ein bepflanzter Vorgarten die Sauerstoffproduktion und Lebensqualität, zusätzlich wird der Wert der Immobilien gesteigert. Dadurch, dass sich begrünte Flächen im Sommer deutlich weniger und langsamer aufheizen, verbessert sich das Kleinklima.

Projektleiter Trenz erläutert Peter Wackers die Projektinhalte.

Als interkommunales Projekt, über die Kreisgrenzen hinaus, wurden bereits 2019 exemplarische Gärten an verschiedenen Standorten realisiert. So lassen sich im Seepark Zülpich „Lebendige Vorgärten“ besichtigen und im Mehrgenerationenpark in Vettweiß insektenfreundliche Mustergärten. Im Umweltzentrum Erftstadt wurde der NaWaRo- (Nachwachsende Rohstoffe) Garten umgesetzt und in Weilerswist lädt der gepflanzte Hochzeitsgarten, nicht nur Brautpaare zum Verweilen ein. 2020 möchte das Projekt durch Informationsveranstaltungen und Gartenberatungen die Aufmerksamkeit auf die Gartenkultur lenken.  Nach Ulf Hürtgen (Bürgermeister der Stadt Zülpich) „ist die sinnvolle Aufklärung und Bildung dieser Thematik wichtig, um der Verschotterung entgegenzuwirken“. Die Stadt Zülpich hat das Projekt zum Anlass genommen, um grundlegend etwas an den Festsetzungen für Neubaugebiete zu ändern. So sind in Zukunft nur noch Vorhaben in den Vorgärten Zülpichs mit einem Anteil von maximal 15% Verschotterung zulässig. Nach Christoph M. Hartmann (Geschäftsführer der Seepark gGmbH) „sind die Bewohner zwar gewillt etwas Gutes zu tun, wissen aber oft nicht wie“. Bei der Bauberatung kann zukünftig auf einen neu erstellten Flyer zurückgegriffen werden. Dieser richtet sich an alle künftigen Bauherren und beschäftigt sich mit dem Thema einladender & lebendiger Vorgärten. Es solle bewusst kein Verbot der Verschotterung geben, lediglich eine Anregung und ein Weg der Motivation für die Umsetzung attraktiver und bepflanzter Vorgärten. Zusätzlich zu dem neuen Flyer sollen noch in diesem Jahr an den Standorten der Mustergärten (Seepark Zülpich, Weilerswist, Vettweiß und Erftstadt) Informationsstelen errichtet werden. Auf den Stelen können dann mittels eines QR-Codes aktuelle Informationen auf der Internetseite eingesehen werden. Damit kann sich der Betrachter im Nachgang weitere Informationen verschaffen. „Durch spannende Fachvorträge, Führungen und Gartenberatungen können wir hoffentlich schon bald lebendige und freundliche Vorgärten in der Region besichtigen“ (Peter Wackers, Geschäftsführer und Regionalmanager LAG Zülpicher Börde e.V.).
Den neuen Flyer erhalten sie unter:

https://www.zuelpicherboerde.de/downloads/downloads-zu-leader-allgemein/