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Vernetzen. Begleiten. Unterstützen. Das Projekt „BUNT – Börde Unterstützungsnetzwerk Teilhabe“ geht an den Start

18.01.2019


Vernetzen. Begleiten. Unterstützen. Das sind die Hauptziele des Projektes „BUNT – Börde Unterstützungsnetzwerk Teilhabe“. BUNT vernetzt, begleitet und unterstützt insbesondere Familien durch bürgerschaftliches Engagement und steigert so nachhaltig die Attraktivität der Leader Region Zülpicher Börde. Weitere Zielgruppen sind Geflüchtete, neuzugewanderte Menschen, Neubürger sowie die „alteingesessenen“ Bürger der beiden Standorte. BUNT will ein Netzwerk schaffen, dass unter anderem mittels Aktivierung und Befähigung bürgerschaftlichen Engagements tragfähige und nachhaltige Strukturen zur Integration schafft. An den Standorten Zülpich und Weilerswist sollen „BUNTe-Angebote“ Neubürger aus den umliegenden Ballungszentren und Geflüchtete in das bestehende Sozialgefüge der gewachsenen Ortsteile integrieren. Hierzu bewilligte die zuständige Bezirksregierung Köln einen Förderzuschuss in Höhe von 124.748,66 €. Projektträger ist der Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V.

 

v.l.n.r.: Martin Jost, Carsten Düppengießer, Peter Wackers, Heinz Oberrem, Claudia Rumbach, Ulf Hürtgen

 

„BUNTe Büros“ entstehen in den Räumen des Kath. Familienzentrum St. Peter Im Wingert, Im Wingert 1, 53909 Zülpich (1. Quartal 2019) sowie in denen des DRK-Familienzentrums Weilerswist Süd, Bernhard-Thywissen Straße 2, 53919 Weilerswist (3. Quartal 2019). Sie fungieren als Begegnungsstätte für Bürger (insbesondere Familien) und ehrenamtliche Mitarbeiter und sollen Treffpunkt für Schulungen und Begleitgespräche ehrenamtlicher Mitarbeiter sein (offene Angebote, z.B. Familiencafés, Bürger-Stammtische, interkulturelle Kultur- und Freizeitangebote etc.). Hier sollen sowohl der gegenseitige Austausch und die Pflege sozialer Kontakte als auch der Bildungsaspekt über Themenabende und Fachvorträge im Fokus stehen. „Anonymität findet sich mittlerweile nicht ausschließlich in den großen Städten und Ballungszentren. Auch kleine Gemeinden kämpfen zunehmend mit Problemen wie fehlender Integration, mangelnde Möglichkeiten des Austauschs untereinander sowie unzureichende Unterstützung für junge Familien vor allem im sozialen Bereich. Das Projekt BUNT soll hier eine Basis schaffen, sich diesen Problemen anzunehmen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Wir sind sehr zuversichtlich, dass durch das Projekt ein erheblicher Mehrwert für die ansässige Bevölkerung in der Region Zülpicher Börde entstehen wird“ so Martin Jost, Vorsitzender des Caritasverbandes für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. Dem schließt sich auch der Regionalmanager der LEADER-Region Zülpicher Börde, Peter Wackers an. „Mit sozialen Projekten wie BUNT sprechen wir die Bürgerinnen und Bürger in der Zülpicher Börde direkt an. Vor allem das Miteinander im ländlichen Raum ist für die Entwicklung einer Region elementar wichtig und nicht zu unterschätzen. Wir freuen uns auf ein spannendes Projekt, das für die Menschen in der LEADER-Region Zülpicher Börde zahlreiche Mehrwerte mit sich bringen wird“, so Wackers.

 

Weitere Projektziele sind unter anderem die Gewinnung von Projektpartnern, der Aufbau eines Börde-Unterstützungs-Netzwerks: Teilhabe mit regelmäßigen Treffen der Projektpartner, die Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sich im Sozialraum über das bestehende Angebot hinaus für Familien engagieren wollen, z.B. als Familienpaten, Leihomas/-opas, Soziallotsen oder zur Unterstützung und Begleitung bei behördlichen Angelegenheiten.

 

Das Projekt BUNT schafft für die Projektlaufzeit von drei Jahren eine Fachkraftstelle mit einem Umfang von 50%.

 

Kooperationspartner zum Projektstart sind der Seelsorgebereich Zülpich der Katholischen Kirche, das Katholische Familienzentrum St. Peter Im Wingert, die Stadt Zülpich, die Gemeinde Weilerswist, das DRK-Familienzentrum Weilerswist Süd und das Kommunale Bildungs- und Integrationszentrum des Kreises Euskirchen. Ferner wird eine breite Kooperation mit KITAs, Schulen, Vereinen und allen relevanten Akteuren im Sozialraum der beiden Projektstandorte angestrebt.

 

Das Projektgesamtvolumen beläuft sich auf 191.921,01 €. LEADER fördert insgesamt 65% der Kosten. Die übrigen 35% werden zum Großteil mit Hilfe bürgerschaftlichen Engagements finanziert. Ein Ansatz, den das LEADER-Förderprogramm Projektträgern anbietet und der über ehrenamtlich geleistete Stunden finanziert wird. 10% der Projektgesamtkosten trägt in diesem Fall der Projektträger.